REDEN

Aufregen und aufregen lassen

Ja aufregen, das müsste man sich. Weil man nicht geschlafen hat. Oder weil...

Eigentlich würde ich als Titel gerne "Armut an Menschlichkeit" nehmen, aber so ganz trau ich mich das nicht.

Bild eines Orangeherzen

Da war letzte Woche diese Szene beim Fleischer, der allmontaglich das Mittagessen sichert. Ein Ort der (sicherlich auch aufgrund der geringen lukullischen Alternativen in der Gegend) zur "Mahl-Zeit" ein oft kurioses Biotop aus (Bau-)Arbeitern und Büroangestellten darstellt, in das sich ab und an Idividuen aus den nach oben und unten angrenzenden, sozialen "Schichten" verirren. So auch vorletzten Montag.

Eine zwiebeltechnisch eingepackte Frau mit Kopftuch, Tragetasche und einem dieser Hand-Taschen-Wagen, wie sie Deine Mudda Oma hatte, betrat vor mir das Fachgeschäft für tierisches Eiweis. Man sah ihr sofort an, dass sie nicht viel hatte und bemerkte auch bald darauf, dass diese Einschätzung sich bis in ihr soziales Handlungsspektrum ausdehnte. Der Begriff "sonderbar" wäre sicherlich nicht strapaziert gebraucht gewesen.

Am Ende

sterben immer alle. Auch die, die nicht sterben sollten. Und das, was nicht sterben sollte, bleibt einzig dadurch erhalten, dass man es weitererzählt. Es macht traurig. Einen selbst und manchmal auch die Zuhörenden. Das aber, ist kein Grund es nicht zu erzählen, sondern der allerwichtigste es zu tun. Denn das, was nicht sterben sollte, macht in letzer Konsquenz eben immer traurig, weil man irgendwann selbst einer von denen sein wird, die am Ende immer sterben.

Kausalität - Oder die Antwort auf die Frage, ob Schlangen einen After besitzen.

Zugegeben an Kuriositäten mangelt es mir in meiner täglich Arbeit nicht. Dennoch war auch dieser schönen Titel da oben ein Grund warum das hier jetzt hier steht. Folgendes, bzw. um in der Landessprache zu bleiben - Hier:

[Pause]

Ich beanspruche nicht, dass meine Arbeit einen Überblick über auch nur irgend eine Zielgruppe, gesellschaftliche Schicht, Generation - was auch immer gibt. Schon gar keinen repräsentativen. Es kann also sein, dass ich mich unnötig aufrege, dass die "Welt da Draußen(TM)" in Ordnung ist, jeder soweit Bescheid weiß, wie die Dinge laufen und damit zurecht kommt.

Es kann auch sein, dass eben jene Dinge, von denen ich annehme es sei vorteilhaft zu wissen, wie sie laufen, genau garnicht mehr relevant sind. Vielleicht ist es schlicht nicht mehr wichtig, über einige, von mir als grundlegend erachtete Prinzipien informiert zu sein. Inhaltlich hat sich die sogenannte "Grundbildung" ja schon immer "weiterentwickelt".

Zores


(von J.)

Auch wenn scheinbar die Bedeutung von Zores eine klare, dem Chaos zustrebende Disorganisation ist, so hatte der Begriff doch früher bei uns immer auch einen kleinen, schmunzelnden, augenzwingernden Nebenklang.

Zores ist die Unordnung, der Stress den einem Menschen machen, die man mag, die einem nahe stehen. Zores ist die Aufregung die einen Freund oder guten Bekannten in Wallung bringt, die man jedoch aus der eigenen, objektiveren Sicht wesentlich gelassener, wenn nicht gar gutmütig bewertet. Zores macht zwar Umstände, er ist laut, nötigt zur Auseinandersetzung und zur Bearbeitung unnötigen Aufwandes, aber man nimmt es ihm nicht gänzlich übel. In Zores schwingt die Sympathie mit, die man den Menschen entgegenbringt für die man diesen Stress, diese Unruhe auf sich nimmt und aushält.

Metaphoricus Ornitholestes

Chapeau Claque - Unsere Liebe-ein Storch - Anfang nächsten Jahres gibt´s ein neues Album und ne Tour

Nur weil die Taube, die auf dem Dach sitzt, garnicht existiert, muss man ja nicht andauernd mit Kanonen auf Spatzen schießen. Außerdem gibt es noch jede Menge anderer Vögel-Gell.

Gemessen daran sind erstaunlich viele Dinge zur Zeit erstaunlich prima. Nur messen muss man eben richtig.

Habt ihr alle keine Eier?

Zuerst wollte ich den Text mit "Das es sowas noch gibt." betiteln aber: Ach, huch, den kenn ich doch. Jetzt hätte ich fast geschrieben, dass es bei der faz noch Autoren gibt, die über eine Sprachreflexionsfähigkeit verfügen, die an Victor Klemperers LTI-Tagebuch erinnnern. Allerdings habe ich dann nochmal nach dem Namen des Autors geschaut - es war (halt) Steffan Niggemeier.

Alter

Unabhängig davon, ob das Alter eine Rolle spielt oder nicht, die Angabe des jeweils eigenen Alters mit dem Begriff "Baujahr" zu koppeln ist eine große, große Ungehörigkeit. Selbst wenn man es als Steilvorlage für die Antwort: "Hmm, und du bist dann wohl n Montagsmodell gewesen." versteht und diese dann volley nimmt.

Das Jahr in dem man geboren wurde als "Baujahr" zu bezeichnen ist eine derart persönliche Degradierung, dass anderen ein nicht leistbares Maß an Fremdschämen abverlangt. Ähnlich wie bei den Begriffen "T"euro oder "geht garnicht" oder so, erweckt dies einen seifigen Geschmack auf der eigenen Zunge (obwohl ja jemand anderes es gesagt hat), ein Geschmackt, wie das Bier in billigen Kneipen, in denen Leute sitzen, die Wörter wie "T"euro oder "geht garnicht" oder so verwenden. Irgendwie BILDesk. Irgendwie hässlich. Irgendwie bemittleidenswert.

Die Welt geht unter!

Die Metapher [...] ist eine rhetorische Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht.

Und ich frage mich jedes Mal, wohin sie denn untergehen soll? Das Bild, das des Untergehens, kommt ja aus der Seefahrt. Wobei auch ein Reich untergehen kann, ein Stagediver kann untergehen und selbst ich und du, wir können (gesellschaftlich oder gar existenziell) untergehen. Immer das gleiche Sprachbild und immer ein horizontaler Bezug. Die Wasserliene, die Erdoberfläche, die Köpfe des Publikums oder die soziale, finanzielle, (welche auch immer) Hierarchie. Es gibt immer diese Bezugspunkte.

Gute Zeiten

für neue Propheten.

Charismaröhrchen

Man sollte möglichst ein Charismaröhrchen dabei haben. Ach, und Barkeeper haben IMMER dunkle Haare oder einen Kahlkopf. Mal drauf achten!

Fremdschämschenkelklopfer.

Fremdschämschenkelklopfer.

Wie glaubhaft, wahrscheinlich und notwendig

die begleitende Unterstützung von Radiosendungen durch "Das Internet"(TM) ist, zeigt diese Pressemitteilung des Hessischen Rundfunks (http://www.hr-online.de) die über den geplanten Talksendungsgroßangriff auf die Meinung und Partizipation der Bevölkerung berichtet, bei dem gerade die "jungen Hörer ausführlich zu Wort kommen" sollen.

Jene jugen Hörer, die es gewohnt sind auf Seiten dieses Internetzes Internetadressen zu kopieren, um sie hernach in den Internetadresseingabebereich ihres bevorzugten Internetnavigationsanwendungsprogramms einzufügen und anzusurfen (ansufen, umgangsspr. Begriff für das Besuchen einer Seite im World-Wide-Web). Aus diesem Gunde hat die Pressestelle des HR auch entsprechende weiterführende Internetseitenadressen am Ende der Pressemitteilung eingefügt.

Wenn Himbeern hinter Hintern wärn,

Wenn Himbeern hinter Hintern wärn,
wärn hinter Hintern Himbeer-Beern.

oder

Wenn hinter Himbeern Bärn her wärn,
fräßen Bärn wohl Himbeern gern.

oder

Im Bärenhintern Himbeern wärn,
fräßen Bären Himbeern gern.

oder

Wenn Bären gern und lange säßen
und gern und viele Himbeern fräßen,
das Himbeermeer hinterher wär
ganz himbeerfrei und himbeerleer.
Die Hintern aber von den Bären
von Himbeern voll, ganz beerig wären.

Bandnamen

Hudson Massacre Madonna Milwaukee

Arschloch!

Aber erstmal klären wie´s gemeint ist, gelle. *grins*

Felix Roemer über seinen Opa.

Sein Opa war im Krieg. Und das was ihm sein Opa erzählt hat, hat Felix sehr gut und überhaupt nicht patetisch aufgeschrieben. Und ließt es hier vor.

(via dragstripgirl)

Unschönes Bild, aber dennoch angebracht:

Nicht vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen!

Nacht!

"bildungsbelastete Kinder"

Auch nicht schlecht...