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Es ist wie so oft. So schlimm wie es hier für ACTA theoretisch dargestellt wird, wird es nicht kommen. Zumindest zunächst nicht. Der Effekt von unverhältnismäßig harten (unglaublich undemokratischen) Gesetzgebungsverfahren läuft oft gleich ab. Zunächst gibt es außerordentlich überzogene Forderungen, auf die dann Kritiker aufmerksam machen, was zur Empörung (aber mittelfristig auch zur Ermüdung) führt, zu einer Abschwächung (und Komplexisierung) der Thematik und schließlich zu schwer kommunizierbaren Entwürfen, die in der Öffentlichkeit aufgrund der Vorgeschichte als relativ harmlos wahrgenommen werden, sofern man überhaupt noch Energie aufbringt sich damit zu beschäftigen.

So, dann schaun wir mal. Was war denn im Dezember... Ach ja, für den Dezember wollte ich mir ja mal was Klassisches nehmen. Ein Horn.

Ja aufregen, das müsste man sich. Weil man nicht geschlafen hat. Oder weil...

Letzten Monat ist es verloren gegangen, aber jetzt ist wieder eins aufgetaucht. Im wahrsten Sinne des Wortes "aufgetaucht". Ein Klassiker des Monstergenres: Ein Sandwurm.
Maury Ruiz hat diese gelungene Variante einer sehr beliebten Monsterspezies entworfen und in Szene gesetzt und dankenswerter Weise auf CreatureSpot.com veröffentlicht. Dort gibt es auch noch weitere Arbeiten von ihm, die alle durch ein ähnlich hohes Maß an Detailiertheit und Dyamik überzeugen.
Wow! Ziemlich großartige Videocollage zum Thema Medien, ihr Einfluss auf die und ihre Funktion in der Gesellschaft. Vermutlich ist es Teil der Zergliederung dessen, was wir bisher als Staat kannten, der in dem Video seine Entsprechug für die Medienlandschaft findet. Da ist es dann auch nur logisch, dass dies als Zusammenschnitt auf Youtube visualisiert wird. Ganz nebenbei scheint ein braucbarer Taktgeschwindigkeitswert zum Verwurschteln von professionell gesprochenem Wort so um die 116 BPM zu liegen. Unbedingte Anschauempfehlung! Auch deshlab schon, weil ich mindestens die Hälfte der vorkommenden Personen sofort als Bundespräsidenten haben wollen würde. (Sofern es das Amt noch gibt.)

Heute wird´s kindisch. Wie würden Monster aus Kinderzeichnungen aussehen, wenn sie realistischer und "erwachsener" gemalt würden? Dieser Frage widmet sich Dave Devries in seinem Projekt TheMonsterEngine. Dave Devries illustriert ansonsten Comics für Marvel und andere Verlage und kam eines Tages beim Betrachten der Kritzeleien seiner Nichte auf die Idee, seine technischen Umsetzungen auf diese "Doodles" anzuwenden.
Nicht nur, dass jedes, das im Internet Texte, Bilder oder sonst etwas veröffentlicht (und mit "veröffentlichen" sind auch Twitter und Facebook gemeint) diesen Vortrag von Strafverteidiger Udo Vetter gesehen haben sollte, der am 13. Oktober in Düsseldorf aufgezeichnet wurde. Meiner Meinung nach (!) sollte sich jedes, das sich mit dem Gedanken trägt in der Öffentlichkeit den Mund aufzumachen, diese knapp anderthalb Stunden zu Gemüte führen.
Herr Vetter liefert neben den klassischen Fragen zu Urheber-, Zitat- und Meinungsrechten auch Antworten darauf, was zu tun ist, wenn ein Polizist einem seine Kamera wegnehmen oder das Fotografieren verbieten will. Ebenso geht er auf die Impressumspflicht ein, Kommentarverwaltungsanforderungen, das Fotografieren in der Öffentlichkeit generell und das Recht am eigenen Bild. Schön dabei ist, dass das alles weitgehend polemikfrei und an praktischen Beispielen veranschaulicht wird.
Hab ich eben live im Societätstheater in Dresden gesehn. Die wahre Musik ist da draußen. Echt jetzt.

Nicht, dass ich im August nicht auch das ein oder andere Bild interessanter Kreaturen gefunden hätte, aber zum Einen hat mich keine davon so wirklich umgehauen und zum Anderen ist das Kerlchen da oben mein aktueller Bildschirmhintergund seit er mir im Juli über den Weg gelaufen ist und das gebührt ohnehin einer besonderen Beachtung. Deshalb also heute ein Monster, das eigentlich schon aus dem Juli ist.
Der lebendige Hügel war ebenfalls ein Beitrag zum "The Rift Colossus Contest". Diesmal von Deviant-Art-User chase-sc2, von dem man weitere Werke auch auf Tumblr bestaunen kann. Aber zurück zum Berg-Hexapod.

Im Grunde ist es eine angenehme Mischung, das Gefühl, das sich bei mir in Bezug auf diese Netz-Neutralitäts-Enquette-Diskussion einstellt. Ein angenehmes Gefühl zu einer sehr unangenehmen Sache, aber da es sich aus Empörung und kopfschüttelnder Resignation zusammensetzt, scheint sich ein gut erträglicher Mittelwert herauszubilden. Netzneutralität?
Netzneutralität bedeutet, dass sämtliche Daten und Datenpakete (also die Häppchen an digitialen Informationen, die im eigentlichen Sinne den "Verkehr" im Internt haben darstellen) gleichwertig behandelt werden. D.h., dass bei der Weiterleitung dieser Häppchen zwischen Computern, Netzwerken, Internetanbietern und Kunden, egal ist, ob gerade eine E-Mal, Werbung, ein neues Schweinchen für Farmville oder Porn vorbeischwirrt. Netzneutralität ist quasi der Grundgesetzartikel 3, Absatz 3 (Benachteiliungsverbot) der Digitalität.
Ach komm, is ja auch egal. Ja, das letzte ist erst kurz her, aber es ist halt auch schon Juli und wer weiß, wann ich sonst dazu komme. Immerhin steht ja auch noch Urlaub an :D. Außerdem hab ich grad so ein paar Dinge zusammen im Kopf und die andere Scheiße kann ich mich auch wann anders aufregen. Also los:
Im Juni blieb mir ganz besonders dieses Bild da von C.B. Sorge in Erinnerung. Eigentlich war mir schon beim ersten Anschauen des, im Rahmen eins DeviantArt-Wettbewerbs entstandenen Bildes klar, dass ich das diesmal nehmen würde, nur wusste ich nicht so ganz warum.

So: Neuer Monat, neues Monster. Naja - der Monat ist ja schon ein wenig älter und unser Freund hier sieht jetzt auch nicht mehr so taufrisch aus. Immerhin hat ihn sein Schöpfer Bryan Wynia als "lebendig" bezeichnet und die Gerätschaften an Kopf, Hals und wer weiß wo noch, assoziiert man doch recht schnell mit Frankenstein oder Herman Munster.
Eigentlich mag ich ja diese humanoid Monster nicht wirklich. Sie sind klein, sie sehen eher weinerlich aus und ihre Agression erwächst zumeist aus emotional-ethischen Wurzeln. Sie haben eine Geschichte und man kann sie und ihr Schicksal verstehen und nachempfinden. Warum also diesmal dieser verkorkste Hulk?
Bei Fefe gab´s in den letzten Tagen gleich zwei Meldungen, die bei mir die Frage aufwarfen, was eigentlich technisch wirklich möglich wäre in Bezug auf Weltverbesserung/-rettung, wenn sich mehr Leute auf solche Projekte konzentrieren würden/könnten.
...oder so. Na jedenfalls ist gelb geworden. Auch wenn die ersten Überlegungen vor ein paar Monaten noch ein schlichteres Design beinhalteten, bin ich jetzt doch ganz zufrieden mit dem sonnigen Ergebnis.
Wie immer gibt es noch Feintuningbedarf, aber im Groben sollte alles funktionieren. Daher auch jetzt kein Screenshot, weil ... ist ja da.

Na, wo ist der Fehler versteckt?
Er- und Auflösung sowie -klärung gibt´s dann hier und hier. Aber erstmal selbst nachdenken, gell. Sonst wirkt´s nicht!
Ach ja, ob man die Bibel(TM) da jetzt irgendwie regressmäßig in Anspruch nehmen kann, weiß ich leider auch nicht. Wohl aber, dass durch solchen Unfug wirkliche Schäden provoziert werden.

"Gewissermaßen schließt du Freundschaft mit dem Tod und sprichst dich sozusagen mit ihm aus." steht auf einer der letzten Seiten von Murakamis "Kafka am Strand" (der war ja schon ein paarmal hier). In der Szene wird erklärt, mit welcher Einstellung man Surfen lernt und irgend wie finde ich das ziemlich schlüssig.
Man lernt Dinge dann, wenn man zwei entscheidende Ängste verliert. Die vor der Zeit und die vor dem unmittelbaren Tod. Es wird beschrieben, dass man - um RICHTIG Surfen zu lernen - eine lebensgefährliche Situation beim Surfen er- (und natürlich über-) lebt haben müsse. Diese führe zu obiger Erkenntnis, dass die eigene Vergänglichkeit, das persönliche Scheitern eben immer elementarer Bestandteil eines Lernprozesses ist.

Vermutlich hätte ich das schon im März bringen sollen, denn die Idee hat irgendwie verhindert, dass ich ein Monsterbild für Februar 2011 rausgesucht habe, obwohl da ein, zwei coole dabei waren. So ist das manchmal. Jedenfalls gibt es für den März 2011 nur eine wirkliche Alternative, wenn man ein Monster des Monats benennen will: GODZILLA.
Godzilla ist wieder da. Er kam aus dem Meer, wie immer und er hat Japan heimgesucht, wie immer. (Die US-Variante von 1998 ist in der japanischen Godzilla-Linie nicht einzuordnen.) Und das ist ernstgemeint.

Was mir gerade eben, beim Lesen von Johnny Häuslers Artikel zu Facebook-Like-Gruppen wie Schuppen von den Augen fiel (ohne, dass es so da drin gestanden hätte): Medienkopetenz kann nicht mehr Vermittelt werden. Niemals mehr wieder. Weder institutionell noch sonstwie organisiert.
Ich hab mich ja schon öfter darüber beschwert, dass die Bildungsinstitutionen in diesem (und vielen anderen) Lande, deutlich versagt bei ihren Bemühungen, die "nächsten Generationen" auf den Umgang mit der heutigen (Medien-)Wirklichkeit vorzubereiten und ich möchten diese Einrichtungen und Mechanismen hiermit jetzt nicht in Schutz nehmen. Aber was mir eben bei dem Vergleich zwischen Facebook und Wahlcomputern klar wurde, ist der Umstand, dass Medien (im allgemeinsten Sinne den dieser Begriff haben kann) schlichtweg nicht mehr beherrschbar sind.

Dieses possierliche Geschöpf habe ich in einer Quasiwerkschau serbischer Geschöpfschöpfer gefunden. Diesernach entstammt es der Feder, den Filzbuntstiften oder dem Grafiktablett von Vanja Todoric, der (oder die?) explizit darauf hinweist, dass die Unvollkommenheit der krea(tura)tiven Wesenheit gewollt ist, sei sie doch nur in Ergänzung durch weitere, textliche Beschreibung komplett zu erfassen und einzuordnen.
Leider ist mein Serbisch ein wenig eingerostet, daher haben ich das Nachrecherchieren gleich gelassen und ergieße mich lieber in wilde, fragende Spekulation:
Ein Geist? Ein Dämon? Kommt er aus dem Haus ode zeiht er ein? Eine Fatamorgana in abstrahierten Rauch? Irgendwie erinnert es mich ein Ghost-Busters-Monster (ach ja, das Grüne) oder an japanische Manga-Monster.
ab gehter!