LIEBEN

Monster des Monats Dezember 2011

So, dann schaun wir mal. Was war denn im Dezember... Ach ja, für den Dezember wollte ich mir ja mal was Klassisches nehmen. Ein Horn.

FUCK U, Dave Gahan! (oder Vorurteilsfreiheit vs. Realität)

Ich meine: Gibt es etwas vorurteilsfreieres, als freiwillig mit auf eine Depeche-Mode-Party zu gehn?

Ich mag ja Klischees im Prinzip. Sie sind schließlich sowas ähnliches wie Erfahrung, zumindest fühlen sie sich oft so an. Und hey, welche Erfahrung auf die man moralisch-etisch einwandfrei zurückgreifen kann, ist schon wirklich reflektiert. Die meisten Erwartungen, die über rudimentäre, physikalische Rahmenbedingungen hinausgehen, sind doch eher einer Mehrheitskonformität zuzuschreiben, denn dem, was persönlich erfahren wurde. Doch meine Meinung bezüglich DeMo bestätigt sich wirklich aus sich selbst heraus immer wieder, auch wenn es angenehm ist zu erfahren, dass es anderen da nicht anders geht. Es ist einfach langweiliger Kram - fertig.

Monster des Monats April 2011

Auch wenn das Sammeln gerade etwas schleift, im Fundus gibt´s ja noch n bissl was.

Zum Beispiel dieses possierliche Exemplar hier, dass sich wohl im Rahmen eines Wettbewerbs im Forum der Designer-Community CGHub.com entwickelt hat. Dort kann man auch einiges über die Biologie des Tieres erfahren, die sich im wesentlichen an der der irdischen Großwale orientiert.

under pressure

Was für ein Luxus das ist, entscheiden zu können, welchem Druck man sich ausliefert und wann man einfach "Stopp, es reicht!" sagen kann. Vor allem sich selbst gegenüber. Eine unglaubliche Erleichterung diese nervöse, unterschwellige Anspannung auflösen zu können.

Optimal wäre natürlich, das eigene Bedürfnis nacht "etwas tun wollen" jeweils passend auf die Dinge lenken zu können, die gerade "dran" sind. Aber hey, damit würde man ja die Hälfte der Bediensteten auf hiesigen Finanz- und sonstigen Ämtern auf einen Schlag arbeitslos machen. Zusätzlich müsste man sich für die plötzlich wirklich frei werdende Zeit ernsthaft überlegen, was man damit anstellt. Die gewohnte Druck-Verweigerungs-Aufschiebe-Erledigen-Belohnen-Kette würde ja zerreißen. Es gäbe nichts mehr zu belohnen. Keine Schocki :( Das kann weder jemand wollen, noch von anderen verlangen.

Am Ende

sterben immer alle. Auch die, die nicht sterben sollten. Und das, was nicht sterben sollte, bleibt einzig dadurch erhalten, dass man es weitererzählt. Es macht traurig. Einen selbst und manchmal auch die Zuhörenden. Das aber, ist kein Grund es nicht zu erzählen, sondern der allerwichtigste es zu tun. Denn das, was nicht sterben sollte, macht in letzer Konsquenz eben immer traurig, weil man irgendwann selbst einer von denen sein wird, die am Ende immer sterben.

Ein Freund, ein guter Freund...

Eigentlich wollte das schon so ein bischen gerstern abend raus. Eigentlich sollte der Titel "Bis bald..." heißen. Eigentlich ging es gestern abend noch um das Warten, um die Hoffnung, die aufkommenden Zweifel, die Wut, der Groll. Eigentlich sollte es jetzt besser sein. Klarer. Es ist da ein Freund.

Eigentlich sollte es damit erledigt sein. Auftauchen in der sozialen Peripherie, Anschauen, Ansprechen, Einschätzen, Treffen, noch mehr Einschätzen, Gut-, ja Gutfinden - insgesamt, Warten, Zwischenkontaktieren, Hin- und Herüberlegen während des weiteren Wartens - dann: Der Freund.

Der verschwiegene Freund. Drei Wochen lang, zumindest gefühlte drei Wochen. Jedenfalls viel zu lange, um es einfach so hinzunehmen. Viel zu lange, um nicht die Zweifel umzubeigen, umzudeuten, umzubasteln in neue Hoffnung, neues Warten. Und jetzt?

Küssen? Vielleicht. Vielleicht einfach küssen. Vielleicht einfach.

Sie ist es immer noch - Laura-Mary Carter

Ich hatte das hier schon mal. Aber wenn es sein muss (und wenn es gut läuft XD) schreibe ich das hier gern noch tausend Mal hin. Und ich ergänze es gernen um den ein oder anderen Superlativ. Sie ist es immer noch. Laura-Mary Carter ist nach wie vor der Welt coolste, lässigste und souveränste Gitaristin.

"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."

Das stand hier schon mal. Damals unkommentiert. Heute anders.

Wieso werden diese Sätze so gern zitiert und so selten verstanden? Was bedeuten Sätze wie: "Ich bin so(ooo) gern mit dir zusammen, möchte aber keine Beziehung mit dir."? Wie naiv ist es, jemandem anstatt einer Partnerschaft eine Freunschaft anzubieten? Wie sehr setzt es den Respekt gegenüber dem Verliebten herab?

Der Satz von Exupéry ist natürlich nur in einem bestimmten Kontext, einem bestimmten Interpretationsrahmen verbindlich. Wenn ich bereit bin mit meinem ich weit ausladent herumzulaufen, viel und gerne über mich zu reden und gleichzeitig dabei auch die wichtigen Dinge von mir zu erzählen, wird es einen Menge Menschen geben, auf die dieses Vertrauen verteilt ist. Die alle kleine Vertrauensportionen von mir mit sich herumtragen und damit kleine Verantwortlichkeiten für mich. Aber es ist nirgends konzentriert.

Was ich mag.


(Pieter Bruegel der Ältere - Triumph des Todes (Wikipedia))

Wo anfangen?

Vielleicht bei YeahSarah aka dragstripgirl aka was-weis-ich. Ich mag es, mich in solchen Texten (hinter denen ja immer Menschen stecken) zu verlieren. Ich mag es, wie es sich anfühlt, wenn beim Lesen die Stimmung des Beschriebenen so vermittelt wird, dass ich mir glaube, ich wisse was sie meint. Ich mag es, dieser, in meinem Kopf konstruierten Figur zu folgen. Ich mag das Konstruieren selbst. Den Prozess, den punktuellen Austausch. Ich mag seine Vielschichtigkeit. Ich mag dieses Online-Rollenspiel.

Kribbeln.

Es geht.

Der ganze, bittersüße Stress,
der beklemmende Druck,
das immergleiche Kopfkino,
die neuen, alten Lieder,
der traurige Regen,
der trockene, rote Wein,
das Lachen,
die weichen Lippen,
die himmelgemalten Sonnenuntergänge,
der schnell noch gekaufte Käse,
die utopische Hoffnung,
die hoffnungsvollen Utopien,
die ausgesprochenen Vielleichts und die ungesagten Versprechen,
das nervöse, fasernde Kribbeln,
das Unglaubliche im Augenblick der Wahrnehmung,
die törichten Konservierungsversuche,
die albernen Reime,
die zu breiten Autos,
das fuck-the-fucking-fuck Neue,
die Angst.

Es geht. Wieder? Immer noch? Es geht!

Sehnsucht.

Es gibt Dinge, die musst du wohl mit dir selbst ausmachen. Dinge, die dich ewig verfolgen, ewig an dir haften und ziehen und zerren. Die du meinst, mit Ablenkung oder Konfrontation lösen zu können. Dinge, die Thema sind und bleiben, vordergründig und bewusst und - aufwändiger - im Hintergrund, kurz unter der Oberfläche der alltäglichen Operationsebenen. Unauffällig strudelnde Schatten, die ganz leicht den Fluss der Umwelt verändern, sodass nur du als geübter, auf sie trainierter Beobachter ihre Anwesenheit bemerkst. Allen übrigen bleiben sie bis zu einer eventuellen Erläuterung verborgen.

Du spürst sie immer im Nacken und erschrickst dich hier und da, wenn du wirklich für einen kurzen Moment nicht an sie gedacht zu haben glaubtest. Das kommt selten vor, sind sie doch tief verwoben in dein Wahrnehmungs- und Bewertungssystem und in diesem ständig präsent. In jeder Minute baust du eine neue oder stolperst über eine alte Verknüpfung zur eigenen Sehnsucht und selbst in den fehlinterpretierten Bezügen verstecken sie sich mit einer hartnäckigen Ironie.

Hin und wieder gibt es diese Momente,

zwei, drei Minuten im Regen, im Dunkeln, am Rande. Wenn das Licht stimmt oder die Luftfeuchtigkeit oder die Summe an Gerüchen. Wenn alles das was nicht ist, genau richtig ist, eben weil es nicht ist. Weil in dem Moment, in dem jeweiligen Jetzt-und-Hier genau diese Unvollkommenheit, den Charm, die Romantik, die Stille ausmacht.

Wenn egal wird, wer was wann wo wie geschrieben, gesagt, gemeint hat. Oder man selbst. Egal, dass man gerade alles auf einen Schlag einfach seinlassen und weggehn oder da bleiben könnte. Egal, dass man das eben doch nicht kann, weil der Augenblick einen dermaßen fesselt, dass ein Ausbruch aus der eigenen, gleichförmigen Bewegung unmöglich erscheint, während man feststellt, dass selbst das Sich-auf-das-Genießen-konzentrieren nur eine lächerliche Farce ist, angesichts des Genusses, der sich unabwendbar erschließt.

Altlasten

Vorgestern Nachmittag wollte ich etwas schreiben. Etwas über Wünsche. Wünsche, deren Erfüllung oder eben die Verwehrung dieser Erfüllung. Es war einer dieser seltenen Momente in denen sich Gedankenfragmente in wenigen Sekunden zu einem schlüssigen Ganzen zusammenfinden. Leider war nichts (nicht mal Zeit) zum Schreiben da. Nun ist es wieder weg und es bleibt der merkwürdige Eindruck einer Erkenntnis, die ebenso sicher war, wie sie nun nutzlos ist.

Aber: Wünsche. Wünsche sind persönliche Dinge. Bis auf die, die jemand anderen mit einbeziehen. Und um eben diese ging es. Kann man sich wünschen, mit jemand anderem zusammen zu sein? Ich meine, hat das irgend etwas mit dem zu tun, was man sich sonst so wünscht? Geld, Erfolg, Gesundheit, Weltfrieden, Glück?   

Wer Faszination

lösgelöst von den Faszinierenden genießen kann, hat gleichzeitig gewonnen und verloren.

Mousse au chocolat (nach C.)

Weil´s gewünscht wurde:

  • 100g Zartbitter + 100g Vollmilch Schoki im Wasserbad schmelzen
  • 3 Eiweiß steif schlagen
  • 1 Becher Schlagsahne steif schlagen
  • Schoki und Eiweiß unterheben
  • dann Schlagsahne unterheben
  • mind. 2 Stunden kalt stellen

Und ab dafür... War aber so auch sehr lecker! Thx.