Meer

Und die zweite Woche?

Die zweite Woche zogen wir dann (reduziert wie wir waren) auf die Ile Grande um. Eine Insel (wie ja der Name schon sagt) in mitten vieler, vieler, sehr vieler kleiner Inseln und Halbinseln. Um viele dieser Inseln und Halbinseln kann man als Ortsunkundiger lange herumlaufen und sich einbilden man käme der angesteuerten Ile Grande näher. Kommt man aber nicht. Statt dessen läuft man am Ende zehn Kilometer (oder mehr) und stellt dann fest, dass man auf dem Weg zum Ziel nur knapp anderhalb Kilometer hinter sich gebracht hat. Dafür aber findet man eine sehr gemütliche Crêperie, bei der man allerdings am Folgeabend hunrig und enttäuscht feststellen muss, dass man besser einen Tisch vorbestellt hätte.

Das Chaos da draußen

Ach herrlich. Diese Tage an denen man zwischendrin feststellt: "Wäre mein W-LAN heut nicht schon dreimal abgeschmiert, hätte ich noch nichts gegessen und läge noch im Bett." Tage in denen man so leben kann, wie die Helden aus den Romanen. Losgelöst von Raum und Zeit. Hier ein wenig in Erinnerungen schwelgen, dort ein bisschen kreativ sein, gute Gedanken entwickeln und Ideen. Etwas Surrealität und Drama und ab und an ein Anwurf an Sex oder Zärtlichkeit. Ein Zeitfenster, das einen Blick auf die Welt und ihre Verhältnisse zulässt, ohne existenzialistische Furcht.

Man kann sich den Fragen des Alltags stellen oder ihren Matphern in der Politik. Man kann die Seele baumeln lassen (was für eine Metapher! Warum hat die Politik nicht solche?). Oder man plant. 

Monster des Monats April 2011

Auch wenn das Sammeln gerade etwas schleift, im Fundus gibt´s ja noch n bissl was.

Zum Beispiel dieses possierliche Exemplar hier, dass sich wohl im Rahmen eines Wettbewerbs im Forum der Designer-Community CGHub.com entwickelt hat. Dort kann man auch einiges über die Biologie des Tieres erfahren, die sich im wesentlichen an der der irdischen Großwale orientiert.

We need a bigger Board!

Bin ich da nicht neulich erst über´s Surfen gestolpert? Heute schon wieder. Relativ unvorbereitet und dennoch relativ logisch. Neben ein paar duzent Fragen und den üblichen paar dutzend "Wenns" und "Abers" und "Eigentlichs" und "Solltens" scheint es mir doch so, als sei der Zeitpunkt gekommen, sich in die Fluten zu stürzen.

Das bedeutet nass werden. Das bedeutet Fehler machen und Schmerzen erleiden. Vielleicht Beinbrüche, vielleicht sogar wirklich hässliche Schäden davon tragen. Schäden, die das an sich desinfizierende Meerwasser nicht heilen kann. Immerhin bietet es als ausgleich für diese Fälle eine zuverlässige, tiefe Ruhe.

Manchmal,

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ganz, ganz selten, ist mir am abend nach einem dieser Instandcappuccinos, die nicht das geringste mit Kaffee oder einem seiner Derivate zu tun haben. Dann ist mir so, als wäre schon alles da. Die Veranda, das Meer, die Leselampe, das Buch und der Rest auch. Dann ist mir danach so zu tun, als fühle es sich an, wie es sich sonst immer anfühlen soll, wenn ich merke, dass es sich nicht so anfühlt, wie es sich anfühlen sollte: Nach echtem Cappucciono, sich langsam, vom Rühren drehendem, crêmigem Schaum, abendlicher Sommer- oder sommerlicher Abendwärme, Musik á la Philip Poiselle oder dieser Chansonette deren Namen ich gerade nicht in meiner Musikbibliothek finden kann und - gewaltigem Rauschen.