
Die Frage lautet: "Geht´s noch?!?" Und die Antwort lautet irgendwie immer: "Ja. Ja, es geht noch. Is zwar nicht so dolle, aber es geht noch." Noch?!
Wann wird denn das noch zu einem "nicht mehr" werden? Wann wird es wirklich genug sein? Wann wird endlich damit aufgehört, so zu tun, als sei all der Unfug, der geschieht, der entschieden wird, der umgesetzt wird unvermeidbar oder unbeeinflussbar? Wann ist eine ausreichende Sättigungshöhe erreicht, um sich selbst einzugestehen: "Nein, das geht jetzt so nicht mehr. Das werde ich so nicht mitmachen."?

So, dann schaun wir mal. Was war denn im Dezember... Ach ja, für den Dezember wollte ich mir ja mal was Klassisches nehmen. Ein Horn.

Ja aufregen, das müsste man sich. Weil man nicht geschlafen hat. Oder weil...

Ich kann mich ja hin und wieder fortrefflich aufregen. Über dies und das im Allgemeinen und über Disfunktionalität im Besonderen. Steigern lässt sich das nur noch durch das spontane Eintreten von Disfunktionlität von gewohnt Funktionierenem gekoppelt mit akuter Zeitnot. Oder anders: ES GING NICHTS. VERF*'#&%§$"TE SCHEISSE!!!!!
So geschenen am letzen Freitag, dem Tag vor Heilig Abend. Ohnehin alles kurz vor knapp, Gedränge, Unfertiges, temporäre Kompromisse und bereits Verschobenes aufs nächste Jahr im Gedächtnis. Natürlich ist das immer nur ein subjektiver, verfälschter Eindruck, dass Dinge, von denen man gewohnt ist, dass sie funktionieren und Abläufe die man bereits mehrere hundert mal so vollzogen hat und die auch zu dem gewünschten Ergebnis führten, plötzlich und unerwartet und besonders häufig in brenzligen und zeitdrückenden Momenten ihren Dienst versagen. Da stürtz ein Programm ab, da klappt eine Verbindung nicht oder das Format der URLs haut irgendwie nicht hin. All sowas.

Letzten Monat ist es verloren gegangen, aber jetzt ist wieder eins aufgetaucht. Im wahrsten Sinne des Wortes "aufgetaucht". Ein Klassiker des Monstergenres: Ein Sandwurm.
Maury Ruiz hat diese gelungene Variante einer sehr beliebten Monsterspezies entworfen und in Szene gesetzt und dankenswerter Weise auf CreatureSpot.com veröffentlicht. Dort gibt es auch noch weitere Arbeiten von ihm, die alle durch ein ähnlich hohes Maß an Detailiertheit und Dyamik überzeugen.

Es ändert sich viel, wie es scheint. Und mehr noch als Fragen, produziert das alles Müdigkeit, Erschöpfung. Entscheidungen werden getroffen. Und sicher nicht zum Nachteil, aber genau - genau weiß man es halt nicht. Irgendwie bekommt man alles mit, weiß wo man ist und was passiert - und doch: Es ist ein wenigt milchverglast. So wie diese Texte, in denen viele - ich möchte sagen Bindestriche vorkommen. Texte denen man die Bremsspuren und Sekundenschlafe des Gedachten anliest.
Anders ist es auch, denn ein paar der eigenen Ziele bleiben welche und erreichbar und ganz gewisst ist dies ein doppelter Schlag ins Gesicht des Finanzamtes.
Draußen tobt der Zirkus. Aber im lichtlosen Dezember, kann man sich der hoffungstrachtenden Romantik der Lichter im Dunkel nicht erwehren. Dabei ist man garnicht hoffnungslos. Ganz im Gegenteil schreit und lacht alles um einen herum und man selbst bekommt es hin, das zu genießen und nicht wild und Tassen umrempelnd mitzupoltern, sondern behutsam staunend zu betrachten und sogar hin und wieder zu schlafen. Doch zu schlafen und mehr noch - zu träumen.
ab gehter!