
Songbird Portable, der kleine, feine ziemlich komplexe Piepmatz, ist seit kurzem in Version 1.9.3 verfügbar. Beim Updaten fiel mir zum einen auf, dass diese Prozedur annhähernd so lange dauert wie die Installation des Betriebssystems deines geringsten Misstrauens. Es ist nach wie vor so, dass man bspw. zunächst über die Inkompatibilität einiger Add-Ons informiert wird (manuell das Prüfen von Updates geklickt), danach wird über die Verfügbarkeit einiger Aktualisierungen informiert (ja, Verfügbares auffrischen geklickt), anschließend wird die Ordnungsgemäße Installation bescheinigt (und auch hier wird von mir erwartet, dass ich diese Information klickend zur Kenntnis nehme).
Dies alles nachdem eine Datenbankanpassung von 1.8 auf 1.9 bereits ca. 20 Minuten gedauert hat (etwa 20.000 Songs in der Mediathek). Nur um dann anschließend bei Neustart eine ... Datenbankanpassung über wiederum etwa 20 Minuten durchzuführen.
Was einem allerdings so eine Aufmersamkeitsunterbrechung bringt ist unter anderem die Überlegeung, dass man mit dem Konzept der betriebssystemunabhängigen Softwarebenutzung (Portable Apps) die Möglichkeit hat, solche rechenintensiven Aufgaben einfach von einer leistungsstärkeren Maschine durchführen zu lassen, als ich das gerade mit meinem kleinen, süßen (und immer ziemlich gut fuktionierenden) M912 Café-Book (und es hat mich schon während so manchen Kaffees begleitet) getan habe.
Wichtig finde ich dabei, dass man eine Trennung zwischen der Anwendungssoftare und seinen Daten(TM) vornimmt. Wenn man bspw. die ganze Musik auf einer externen (und verschlüsselten) Festplatte hat, kann man diese zum Hören an ein Netbook hängen, auf dem der Songbird läuft. Wenn dann bein einer Aktualisierung mehr Rechenleistung gebraucht wird, einfach die Platte an den performanteren PC hängen, das Songbirdverzeichnis ebenfalls auf diesen kopieren, die Updates laufen lassen und wieder zurückkopieren.
Als ein anderes Anwendungsbeispiel kann ich mir einen Bildbetrachter vorstellen, mit dem ich auf dem schwachen PC Fotos sortiere, aufwendigere Bildmanipulationen oder gar ganze Stapelverarbeitungen von Bildordnern dann aber auf dem leistungsstärkeren Rechner mache.
Trotz der beschriebenen, nervigen und usabilitystörenden Macken, mag ich den Singvogel. Ich mag das Konzept und den "Umgang" der Entwickler mit ihrem Schützling, schon bevor er aus dem Ei schlüpfte. Immerhing gibt es mittlerweile ein Add-On um Datein auch gleich von der Festplatte zu löschen und nicht nur aus der Mediathek zu entfernen. Ein wirksamer Schutz gegen Hip-Hop ;) Und ich hoffe sehr, dass es bald auch für die aktuelle Version verfügbar ist.
Bis dahin scheint der folgende Hack zu funktionieren:
ACHTUNG!!! OHNE GEWÄHR!!! Schlimmstenfalls sind die Mediathek und die Songs futsch!!!
AddOn-Verzeichnis "Delete from Disk" im Profile Ordner suchen (dazu muss man in den kryptischen Ornernamen jeweils in die Datei "chrome.manifest" reinschauen) -> Datei "install.rdf" finden und öffnen -> die Zeile "<em:maxVersion>1.9.0a</em:maxVersion>" (die wohl die kompatible Versionsnummer angibt) so "<em:maxVersion>1.9.9</em:maxVersion>" ändern -> Songbird zweimal neu starten und es sollte funktinieren. Da von Hause aus das Add-On mit der 1.9.0a Version klarkommt, sollte es sich generell in der 1.9 Datenbank zrechtfinden. Ein Test mit einer Datei hat bei mir jedenfalls funktioniert.
Was nach dem Songbird-Update endlich, endlich auch funktioniert ist die ungemein praktische Erweiterung Concerts. Auch wenn diese garantiert Folgekosten mit sich bringt. XD
ab gehter!
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