Ach komm, is ja auch egal. Ja, das letzte ist erst kurz her, aber es ist halt auch schon Juli und wer weiß, wann ich sonst dazu komme. Immerhin steht ja auch noch Urlaub an :D. Außerdem hab ich grad so ein paar Dinge zusammen im Kopf und die andere Scheiße kann ich mich auch wann anders aufregen. Also los:
Im Juni blieb mir ganz besonders dieses Bild da von C.B. Sorge in Erinnerung. Eigentlich war mir schon beim ersten Anschauen des, im Rahmen eins DeviantArt-Wettbewerbs entstandenen Bildes klar, dass ich das diesmal nehmen würde, nur wusste ich nicht so ganz warum.
Klar, die technische Qualität und auch die konstruktive Besonderheit stechen schon hervor. Zwar gab es in letzter Zeit immer mal wieder einige (gut gemachte) Kreaturen, denen ein voluminöses, schwebendes Konzept zu Grunde lag, aber dies hier ist in seiner Vielschichtigkeit dann doch einzigartig. Zudem greift es eine Vielzahl von Elementen auf und gibt so anlass für langes und ausgiebiges Hinschaun. Ich hab vor kurzem eine Definition von einem Fotografen gehört, dass ein gutes Bild eines sei, das man sich länger als 3 Minuten ansieht. Nun denn.
Was mir aber eben beim nochmaligen darüber Nachdenken und -philosophieren in den Sinn kam war: Mecki! Dieser kauzige Igel, der immer mal wieder schemenhaft aus meiner Kindheit auftaucht. In den Büchern (ich hatte damals glaube ich nur eins) gab es unter anderem auch Monster und (glinde gesagt obskure) Kreaturen. Nicht mal auf kindgerecht getrimmt. Nein, da waren viele Merkwürdigkeiten dabei. Unter anderem in dem Schlaraffenland-Band eine Szene mit Piguinen, von denen einer in meiner Erinnerung dem Segelfisch gleicht, der oben im Bild links hinter der Gänseblume hervorschaut. (Weiter ist mir auch dieses Seeungeheuer in Erinnerung geblieben, was ja schon ein ordentliches Monster darstellt, erst recht, wenn man als Kind des öfteren an bretonischen Stränden nach Drachen mit Namen "Puff" suchte.)

Aber zurück zum Life-Kolossus: Ein weiters Faszinosum ist die Arterie (oder Vene), die dirkt auf den Betrachter gerichtet und offen ist. Die Nerven- oder Aderstruktur unter dem "Lebenskranz" ist ja schon bemerkenswert, aber scheinbar stellt sie nicht nur eine generelle Verbundenheit mit allem dar, sonder kann auch gezielt in bestimmte Richtungen gelenkt werden. Da der Kopf des Wesens ebenfall in diese Richtung blickt, unterstelle ich mal eine Absichtlichkeit der Arterienauslenkung.
Stellt sich die Frage, was es will vom Betrachter, der sicher nicht zufällig an eben jenem Punkt steht. Hmm. Schon ein wenig philosophisch das Ganze. Was will das (übermächtige/allumfassende) Leben von mir? Vergleicht man diesen "Colossus" mit den anderen (die für ein Rollenspiel entworfen wurden), so liegt einer der Unterschiede darin, dass bei den meisten anderen Bildern jeweils ein, zwei menschliche Gestalten zu sehen sind, um die Dimensionen zu verdeutlichen. Hier aber, ist man selbst die Dimension. Hach - das wird ja wirklich philosophisch... Also dann (frei nach Ibsen: "Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten."):
Was will das Leben denn von Dir?
ab gehter!
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